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18. Dezember 2017
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Langfristige Behandlungsstrategien für MS

Im Rahmen der diesjährigen Teva-Fortbildungsveranstaltung NEUROCLUSTER präsentierten Experten ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen bei der Behandlung von chronischen neurologischen Erkrankungen – u.a. am Beispiel der Multiplen Sklerose (MS). Die optimale Behandlung bedarf in der Regel, insbesondere auch bei jüngeren Patienten, einer langfristigen Therapiestrategie, die sich leicht in den oft aktiven Alltag integrieren lässt. Prof. Dr. Thomas Berger (Innsbruck) stellte dar, welche Faktoren bei der MS in der Therapieentscheidung zu berücksichtigen sind.

„Eine langfristige Therapie sollte für den Patienten verlässlich und gut verträglich sein. Dies ist Voraussetzung für eine gute Adhärenz. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Real-Life-Therapie ist hier der Immunmodulator Glatirameracetat (GA, Copaxone®) als eine bewährte Behandlung bei schubförmiger MS (RMS) zu nennen“, erklärte Prof. Berger. Mit über zwei Millionen Patientenjahren Erfahrung (GA20) gibt sie dem Anwender auch in der Langzeitanwendung Sicherheit. Die seit fast drei Jahren verfügbare nur dreimal wöchentlich zu spritzende 40 mg/ml-Dosierung ermöglicht eine höhere Anwenderfreundlichkeit, Adhärenz und Zufriedenheit – wie die jüngst veröffentlichte CONFIDENCE-Studie zeigt. Bei der Migräne sind es vor allem prophylaktische Ansätze, die derzeit im Fokus stehen. PD Dr. Tim Jürgens (Rostock) präsentierte hierzu Daten zu monoklonalen Antikörpern, die als die neuen Hoffnungsträger in der Migräneprophylaxe gelten.

Berücksichtigung persönlicher Bedürfnisse steigert Adhärenz:
„Damit ein Patient adhärent bleibt, ist es wichtig, die optimale Therapiestrategie für ihn zu finden. Einem Patienten hilft es, konsequenter zu sein, wenn das Medikament sicher und verträglich ist“, erläuterte Prof. Berger. Zusätzlich zur Sicherheit und Verträglichkeit sollten bei der Wahl auch die persönlichen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt werden. Individuelle Faktoren wie Darreichung oder Nebenwirkungen spielen hierbei eine wichtige Rolle.

3x wöchentliche Formulierung: Positiver Einfluss auf Lebensqualität:
Glatirameracetat 40 mg/ml, welches nur noch 3x wöchentlich zu injizieren ist, bringt große Vorteile: Im Vergleich zu GA 20 mg/ml (1x täglich) werden durch die nur noch dreimal wöchentliche Anwendung 208 Spritzen jährlich eingespart. Somit werden injektionsbedingte Nebenwirkungen um die Hälfte reduziert. Verglichen mit oralen MS-Therapien punktet die 40 mg-Formulierung mit einer höheren Adhärenz und geringeren Abbruchrate. Dies wird durch die 6-monatige CONFIDENCE-Studie2 untermauert. In der zweiarmigen Phase-IV-Studie wurden 861 RRMS-Patienten entweder der 20 mg- oder der 40 mg-Behandlungsgruppe zugeteilt. Am Ende der Behandlungsperiode wurde die Patientenzufriedenheit mit einem spezifischen Fragebogen gemessen. Die Patientenzufriedenheit unterteilte sich in die Medikamentenzufriedenheit und Anwenderfreundlichkeit. Mithilfe des MSQ Scores und TSQM-9 Scores wurde die Veränderung ermittelt. Die jüngst auf dem ECTRIMS-Kongress in Paris veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die Patienten in der 40 mg-Behandlungsgruppe signifikant zufriedener mit ihrer Therapie waren und auch adhärenter als die Patienten in der 20 mg-Gruppe.

Familienplanung trotz Multipler Sklerose möglich:
Glatirameracetat 40 mg/ml 3x wöchentlich punktet nicht nur in der sicheren und leichten Anwendung und Verträglichkeit, sondern auch beim Kinderwunsch. Da etwa 70% aller MS-Erkrankten in Deutschland Frauen sind, die sich zum Teil in einem gebärfähigen Alter befinden, kann dies ein entscheidender Faktor bei der Therapie sein. Aufgrund der positiven Datenlage für den Immunmodulator wurde die Kontraindikation Schwangerschaft gegen eine Nutzen-Risiko-Abwägung ersetzt und MS sollte kein Hindernis darstellen, ein Kind zu bekommen. Nach einer gründlichen Abwägung kann die Therapie auch während der Schwangerschaft fortgeführt werden. „Dank moderner Therapien ist inzwischen auch eine Familienplanung trotz Erkrankung möglich. Wichtig ist, dass so früh wie möglich mit einer Therapie begonnen wird, um die bestehende Krankheitsaktivität vor einer möglichen Schwangerschaft einzudämmen“, resümierte Prof. Berger.

Quelle: JournalMED

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