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21. Oktober 2018
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IRP Schellenberg Forschungspreis: Gliazellen in Nervenzellen umprogrammieren

Alle 2 Jahre verleiht die Internationale Stiftung für Forschung in Paraplegie (IRP) den mit 100.000 Schweizer Franken dotierten Schellenberg Forschungspreis. 2018 geht die Auszeichnung zu gleichen Teilen an die Neurobiologin Prof. Dr. Magdalena Götz vom Helmholtz Zentrum München sowie Prof. Dr. Claire Jacob von der schweizerischen Universität Fribourg.
Magdalena Götz ist Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München sowie Lehrstuhlinhaberin des Instituts für Physiologische Genomik am Biomedizinischen Centrum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Seit Jahren beschäftigt sie sich mit Gliazellen im Gehirn, denen man früher lediglich eine Stütz- und Ernährungsfunktion zuschrieb. Magdalena Götz konnte jedoch zeigen, dass diese Gliazellen während der Entwicklung des Gehirns Stammzellen sind, aus denen sich alle möglichen unterschiedlichen Zellarten entwickeln – auch die Nervenzellen des Gehirns.

Und die Arbeiten gehen weiter: Erst kürzlich gelang Götz und ihrem Team ein Durchbruch bei der direkten neuronalen Reprogrammierung. Im Versuchsmodell konnten sie über 90% der behandelten Gliazellen in Nervenzellen umprogrammieren. Zudem konnten die Neurowissenschaftler im Versuchsmodell zeigen, dass transplantierte embryonale Nervenzellen zu gleichwertigen Mitgliedern eines bestehenden Nervennetzwerks heranwachsen und so die Aufgaben ihrer neuen Position vollständig übernehmen können. Langfristiges Ziel von Magdalena Götz sind neue Behandlungsoptionen für Patientinnen und Patienten, deren Krankheiten auf geschädigten Nervenzellen beruhen.

Quelle: Helmholtz Zentrum München

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