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24. Februar 2020
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RRMS: Positive Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils von Alemtuzumab

Die Gesundheitsbehörde EMA (European Medicines Agency) hat das seit April 2019 laufende Artikel 20 Verfahren zu Alemtuzumab (Lemtrada®) abgeschlossen und bewertet das Nutzen-Risiko-Profil des monoklonalen Antikörpers weiterhin positiv. Mit der aktuellen EMA-Entscheidung ist Alemtuzumab ab sofort angezeigt zur krankheitsmodifizierenden Monotherapie bei Patienten mit rasch fortschreitender schwerer Schubförmiger Remmitierender Multipler Sklerose (RRMS) – definiert durch 2 oder mehr Schübe mit Behinderungsprogression in einem Jahr und einer oder mehr Gadolinium-anreichernden Läsionen im MRT des Gehirns oder mit signifikanter Erhöhung der T2-Läsionen im Vergleich zu einer kürzlich durchgeführten MRT sowie bei Patienten mit hochaktiver RRMS trotz vollständiger und angemessener Behandlung mit mindestens einer krankheitsmodifizierenden Therapie (DMT).

„Wir sind froh, dass wir nun wieder die Möglichkeit haben, Patienten mit hochaktiver Multipler Sklerose nach nur einer Vortherapie mit Alemtuzumab behandeln zu können. Zudem können Patienten mit schwerem, rasch progredientem Verlauf den Wirkstoff als Ersttherapie erhalten“, erläutert Prof. Dr. Tjalf Ziemssen aus Dresden die Relevanz der aktuellen EMA-Entscheidung für die Patienten und auch die behandelnden Neurologen.

Kontraindikationen:
Die EMA hat bei ihrer Empfehlung weitere Gegenanzeigen in die Fachinformation aufgenommen. Alemtuzumab ist demnach kontraindiziert bei bestimmten Herz-, Kreislauferkrankungen oder Blutungsstörungen sowie bei anderen Autoimmunerkrankungen außer MS. Die Behandlung mit Alemtuzumab sollte zudem in einem Krankenhaus mit der Möglichkeit intensivmedizinischer Behandlung durchgeführt werden, um potenziell schwerwiegende Nebenwirkungen behandeln zu können.„Nach intensiver Prüfung im Artikel 20 Verfahren hat die EMA das positive Nutzen-Risiko-Profil von Alemtuzumab für die Behandlung von Patienten mit hochaktiver RRMS bestätigt, wenn der Wirkstoff gemäß Zulassung eingesetzt wird“, erläutert Ulrich Engelmann, Sanofi Genzyme. Nachhaltige Wirksamkeit der I

mpulstherapie:
Alemtuzumab wird als Impulstherapie in 2 Behandlungsphasen (5 Infusionen an aufeinander folgenden Tagen und nach einem Jahr 3 Infusionen an aufeinander folgenden Tagen) verabreicht. Bei Bedarf können sich bis zu 2 zusätzliche Behandlungsphasen von jeweils 3 Infusionen an aufeinander folgenden Tagen anschließen.Die nachhaltige Wirksamkeit der Impulstherapie mit Alemtuzumab bei therapienaiven und vorbehandelten Patienten wurde in einem breiten Studienprogramm sowie Real-World-Studien dokumentiert. Inzwischen liegen Langzeitdaten bis zu 9 Jahren aus den Phase-III-Studien vor. Alemtuzumab bewirkte hierbei nicht nur eine Stabilisierung, sondern sogar eine langfristige Verbesserung des EDSS.Die häufigsten Nebenwirkungen unter Alemtuzumab sind infusionsbedingte Reaktionen wie Ausschlag, Kopfschmerzen und Fieber sowie Infektionen von leichtem bis mittlerem Schweregrad. Es können sekundäre Autoimmunereignisse wie Schilddrüsenerkrankungen, eine idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP), Nephropathien und Zytopenien auftreten.

Quelle: JournalMED

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